Aus der Gluthölle ins ewige Eis
Ein Streifzug durch unser Sonnensystem
Prof. Dr. Hans-Ulrich Keller
Planetarium und Universität Stuttgart
Nur wenigen ist bewusst, dass der Boden unter unseren Füssen die Oberfläche eines Gestirns, nämlich des Planeten Erde ist. Die Erde läuft in einem Abstand von knapp 150 Millionen Kilometer in zwölf Monaten um den Atommeiler Sonne. Licht und Wärme der Sonne ermöglichen das Leben auf der Erde. Außer der Erde wandern noch acht weitere Planeten um die Sonne. Sie unterscheiden sich durch ihre Größe, Masse und Aussehen ganz erheblich. Während auf den sonnennahen Planeten Merkur und Venus so hohe Temperaturen herrschen, dass selbst Blei wie bei uns Butter in der Sonne schmelzen würde, zieht Pluto am Rande des Sonnensystems in extremer Kälte seine Bahn um das Zentralgestirn. Auf ihm gefriert sogar das Grubengas Methan. Nur die Erde kreist in einer Entfernung um die Sonne, die lebensfreundliche Temperaturen auf ihre Oberfläche ermöglicht.
Im Altertum glaubte man, die Gestirne seien Gottheiten. Man benannte daher die Planeten nach Gestalten aus der römischen Götterwelt. Nach Erfindung des Fernrohres entdeckte man die Vielfalt im Aussehen der Planeten. Inzwischen haben alle Planeten bis auf Pluto Besuch von irdischen Spähern erhalten, die unser Wissen über die Geschwister der Erde enorm erweitert haben.
Doch nicht nur die Sonne und ihre neun Planeten bilden das Sonnensystem. Die meisten Planeten werden von Monden umkreist. Abertausende Kleinplaneten umschwirren die Sonne, Millionen Schweifsterne oder Planeten verbergen sich in einer riesigen, zirkumpolaren Wolke und Milliarden von Meteoroiden durchkreuzen das Sonnensystem.
Im Vortrag werden die Planeten von Merkur, dem sonnennächsten, bis Pluto am Rande des Sonnensystems vorgestellt, sowie ihr Aussehen und ihre Eigenschaften beschrieben.
Zeit und Raum: Dienstag, 18. November 2003, 19.30 Uhr
Johannes-Kepler-Gymnasium, Leonberg Raum 211/212
Kostenbeitrag: Euro 2,50 Schüler und Studenten frei |